JKG Berlin

Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin

Das Fastenfest der Jesiden in Berlin Eine Botschaft des Glaubens

Der Identität und des Zusammenlebens In einer Atmosphäre voller Spiritualität und Freude organisierte die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. die Feier zum jesidischen Fastenfest (Êda Roşîya), einem der heiligsten religiösen Feste im jesidischen Glauben. Dieses Fest trägt tiefe spirituelle Bedeutungen in sich, die sich im Fasten, in der Nähe zu Gott sowie in der Erneuerung humanistischer Werte wie Frieden, Liebe und Toleranz widerspiegeln.

Proteste in Berlin gegen die Abschiebung von Êzidinnen und Êziden in den Irak

Die Proteste in der deutschen Hauptstadt Berlin gehen bereits den dritten Tag in Folge weiter. Organisiert werden sie vom Êzidischen Kulturhaus in Berlin in Zusammenarbeit mit der Gruppe Ezideu Berlin und unter breiter Beteiligung der êzidischen Gemeinschaft. Ziel der Demonstrierenden ist es, Druck auf die deutschen Behörden auszuüben, um die Abschiebung von Êzidinnen und Êziden in den Irak zu verhindern, da ihnen dort weiterhin erhebliche Gefahren drohen.

Besuch einer êzidischen Delegation bei der irakischen Botschaft in Berlin

Besuch einer êzidischen Delegation bei der irakischen Botschaft in Berlin
Am 29. Mai 2024 besuchte eine Delegation des Zentrums für Êzidische Angelegenheiten, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Beirats mehrerer êzidischer Vereine sowie Angehörigen von Opfern, die irakische Botschaft in Berlin. Ziel des Besuchs war es, eine Reihe wichtiger Themen zu erörtern, die die Êzidinnen und Êziden im Irak und in Deutschland betreffen.
Im Gespräch mit dem irakischen Botschafter, S.E. Dr. Luqman Al-Faily, wurden folgende Punkte behandelt:
1. Überlebende des Völkermords und Probleme mit amtlichen Dokumenten
Die Delegation sprach mit dem Botschafter über die Schwierigkeiten, mit denen êzidische Überlebende bei der Ausstellung offizieller Dokumente wie Personalausweisen und Reisepässen konfrontiert sind. Der Botschafter erklärte seine Bereitschaft, den Dialog mit der Delegation fortzusetzen und ein Team zu entsenden, das die Betroffenen überall in Deutschland bei diesen Angelegenheiten unterstützt.
2. Weitere Anliegen der êzidischen Gemeinschaft
Darüber hinaus wurden verschiedene weitere Themen erörtert, die für die Êzidinnen und Êziden sowohl im Irak als auch in der Diaspora von Bedeutung sind.
Der Besuch ist Teil der fortlaufenden Bemühungen, die Anliegen êzidischer Flüchtlinge und Asylsuchender zu unterstützen und ihnen bei der Bewältigung der bestehenden Herausforderungen zu helfen. Die Gespräche mit Botschafter Al-Faily stellen einen wichtigen Schritt dar, um Lösungen für diese Anliegen zu finden und die Zusammenarbeit in Zukunft fortzusetzen.
Abschließend überreichte die Delegation dem Botschafter ein Schreiben mit der Bitte, die irakische Regierung aufzufordern, den Fall von Kheiro Balo erneut zu prüfen.

Treffen des Vorsitzenden der Êzidischen Kulturgesellschaft Berlin mit Politikerinnen und Politikern der SPD

Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V traf im Deutschen Bundestag Herrn Helge Lindh, Herrn Hakan Demir (SPD)

Der Vorsitzende der Êzidischen Kulturgesellschaft Berlin, Aswad Mako, hatte die Gelegenheit, sich mit den SPD-Politikerinnen und -Politikern Gaby Bischoff, Mitglied des Europäischen Parlaments, Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, sowie Hakan Demir, Mitglied des Deutschen Bundestages, zu treffen.
Während des Treffens wurden verschiedene Themen erörtert, die die Êzidinnen und Êziden betreffen.

Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V traf im Deutschen Bundestag Herrn Helge Lindh, Herrn Hakan Demir (SPD) sowie weitere Mitglieder der SPD-Fraktion.
Im Rahmen des Besuchs wurden verschiedene Themen erörtert, die das êzidische Volk im Irak und weltweit betreffen. Ein besonderer Schwerpunkt des Gesprächs war die Bildung eines Teams zur Suche nach den von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) entführten êzidischen Frauen, Männern und Kindern sowie die Fortsetzung der Bemühungen zu ihrer Befreiung.

Eine Delegation der jesidischen Kulturvereinigung in Berlin besuchte in Begleitung der Menschenrechtsaktivistin Frau Böker

Eine Delegation der jesidischen Kulturvereinigung in Berlin besuchte in Begleitung der Menschenrechtsaktivistin Frau Böker das Auswärtige Amt Deutschlands, wo die Delegation ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Auswärtigen Amtes sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft in Deutschland abhielt.
Während des Treffens wurde eine Reihe wichtiger Themen angesprochen, die die jesidische Gemeinschaft betreffen, darunter insbesondere:
Die Rückkehr der jesidischen Vertriebenen nach Schingal in Würde und Sicherheit.
Die Unterstützung der Jesiden bei der Wiederherstellung von Leben und Stabilität in Schingal.
Der Wiederaufbau der grundlegenden Dienstleistungen in Schingal, wie Krankenhäuser, Schulen und Wassernetze, damit die Jesiden nicht gezwungen sind, für Behandlung oder Studium in andere Städte zu gehen.

Die Intensivierung der Bemühungen zur Suche nach den entführten Jesiden in Syrien.
Keine Abschiebung der Jesiden aus Deutschland in den Irak.
Die Gewährleistung der Beteiligung der Jesiden an den Entscheidungen, die ihr Schicksal betreffen, und dass anderen nicht erlaubt wird, ohne ihre Beteiligung über ihr Schicksal zu entscheiden.
Die Sicherstellung, dass die für die Jesiden bestimmten Unterstützungen über jesidische Stellen in Schingal bereitgestellt werden.
Am Ende des Treffens brachte die Delegation ihren Dank und ihre Wertschätzung gegenüber der deutschen Regierung für ihre fortlaufende Unterstützung des jesidischen.

Besuch einer Delegation des Êzidischen Kulturhauses Berlin bei der Botschaft der Hellenischen Republik

Eine Delegation des Êzidischen Kulturhauses Berlin stattete der Botschaft der Hellenischen Republik in Berlin einen offiziellen Besuch ab. Dabei überreichte sie eine dokumentierte Akte mit Informationen und Belegen zum Völkermord, den das êzidische Volk am 3. August 2014 erlitten hat.
Ziel des Besuchs war es, diese Unterlagen an die griechische Regierung und das griechische Parlament weiterzuleiten und sie dazu aufzurufen, die an den Êzidinnen und Êziden begangenen Verbrechen als Völkermord anzuerkennen – so wie es bereits mehrere andere Staaten getan haben.
Darüber hinaus betonte die Delegation die Notwendigkeit, der gegenwärtigen Situation der Êzidinnen und Êziden besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sie appellierte daran, sie von neuen Entscheidungen auszunehmen, die ihre Lage negativ beeinflussen könnten, und ihre besondere Schutzbedürftigkeit angesichts des bis heute andauernden Leids anzuerkennen.
Der Botschafter begrüßte die Anliegen der Delegation mit großer Offenheit und sagte zu, diese gewissenhaft und transparent an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.
Zum Abschluss des Treffens sprach die Delegation der griechischen Regierung und dem griechischen Volk ihren aufrichtigen Dank für ihre humanitäre Haltung und die Aufnahme der êzidischen Gemeinschaft aus. Sie betonte, dass solche Gesten den Menschen, die großes Leid erfahren haben und weiterhin auf Gerechtigkeit hoffen, neue Zuversicht geben.
Die Erinnerung an den 3. August wird niemals verblassen – Anerkennung ist eine Frage der Gerechtigkeit.

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