Besuch einer êzidischen Delegation bei der irakischen Botschaft in Berlin

Besuch einer êzidischen Delegation bei der irakischen Botschaft in Berlin
Am 29. Mai 2024 besuchte eine Delegation des Zentrums für Êzidische Angelegenheiten, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Beirats mehrerer êzidischer Vereine sowie Angehörigen von Opfern, die irakische Botschaft in Berlin. Ziel des Besuchs war es, eine Reihe wichtiger Themen zu erörtern, die die Êzidinnen und Êziden im Irak und in Deutschland betreffen.
Im Gespräch mit dem irakischen Botschafter, S.E. Dr. Luqman Al-Faily, wurden folgende Punkte behandelt:
1. Überlebende des Völkermords und Probleme mit amtlichen Dokumenten
Die Delegation sprach mit dem Botschafter über die Schwierigkeiten, mit denen êzidische Überlebende bei der Ausstellung offizieller Dokumente wie Personalausweisen und Reisepässen konfrontiert sind. Der Botschafter erklärte seine Bereitschaft, den Dialog mit der Delegation fortzusetzen und ein Team zu entsenden, das die Betroffenen überall in Deutschland bei diesen Angelegenheiten unterstützt.
2. Weitere Anliegen der êzidischen Gemeinschaft
Darüber hinaus wurden verschiedene weitere Themen erörtert, die für die Êzidinnen und Êziden sowohl im Irak als auch in der Diaspora von Bedeutung sind.
Der Besuch ist Teil der fortlaufenden Bemühungen, die Anliegen êzidischer Flüchtlinge und Asylsuchender zu unterstützen und ihnen bei der Bewältigung der bestehenden Herausforderungen zu helfen. Die Gespräche mit Botschafter Al-Faily stellen einen wichtigen Schritt dar, um Lösungen für diese Anliegen zu finden und die Zusammenarbeit in Zukunft fortzusetzen.
Abschließend überreichte die Delegation dem Botschafter ein Schreiben mit der Bitte, die irakische Regierung aufzufordern, den Fall von Kheiro Balo erneut zu prüfen.