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Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V

Unterstützung der jesidischen Community in Berlin durch Kultur, Zusammenhalt und aktive gesellschaftliche Teilhabe.

Das Fastenfest der Jesiden in Berlin

Das Fastenfest der Jesiden in Berlin – Eine Botschaft des Glaubens, der Identität und des Zusammenlebens In einer Atmosphäre voller Spiritualität und Freude organisierte die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. die Feier zum jesidischen Fastenfest (Êda Roşîya), einem der heiligsten religiösen Feste im jesidischen Glauben. Dieses Fest trägt tiefe spirituelle Bedeutungen in sich, die sich im Fasten, in der Nähe zu Gott sowie in der Erneuerung humanistischer Werte wie Frieden, Liebe und Toleranz widerspiegeln. Die Feier unterstreicht das starke Festhalten der Jesiden an ihrer religiösen und kulturellen Identität sowie ihr Engagement, das spirituelle Erbe an die jüngeren Generationen weiterzugeben – insbesondere in der Diaspora. Die Begehung des Fastenfestes ist nicht nur ein religiöser Akt, sondern auch ein kulturelles und gesellschaftliches Ereignis, das die Verbundenheit mit den eigenen Wurzeln stärkt und das Gemeinschaftsgefühl der jesidischen Gemeinde in Deutschland festigt. Ziel der Fastenfest-Feier in Berlin ist es, die jesidische Gemeinschaft zusammenzuführen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und zugleich den Dialog mit Freundinnen und Freunden der jesidischen Sache aus anderen Communities zu fördern. Besonders die Teilnahme deutscher Gäste stellte ein starkes Zeichen des Respekts gegenüber religiöser Vielfalt dar und bekräftigte die Werte des friedlichen Zusammenlebens, auf denen demokratische Gesellschaften basieren. Die Veranstaltung wurde zudem durch den ehrenvollen Besuch des Abgeordneten für die jesidische Sache, Herrn Murad Ismail, bereichert. Seine Anwesenheit hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Teilnehmenden und spiegelte ein ernsthaftes Interesse an den Anliegen der Jesiden sowie eine moralische Unterstützung für ihren Einsatz zum Erhalt ihrer Identität und ihrer legitimen Rechte wider. Der Besuch stellte zugleich ein deutliches Zeichen der Solidarität dar und unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen für Gerechtigkeit, Anerkennung und die Aufarbeitung des an den Jesiden begangenen Völkermordes. Darüber hinaus trug diese Feier eine klare humanitäre Botschaft: Trotz der schweren Verbrechen und des Leids, das die jesidische Gemeinschaft erfahren hat, hält sie am Leben, am Frieden und am Glauben fest – als Quelle der Kraft und Hoffnung. Die breite Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern anderer Communities sowie deutscher Freundinnen und Freunde bildete eine Brücke des gegenseitigen Verständnisses und bot eine wichtige Gelegenheit, über die Geschichte, die Werte und den anhaltenden Kampf der Jesiden für Gerechtigkeit und Menschenwürde zu informieren. Zum Abschluss dieser gesegneten Feier richtet die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Naji Haji, ihre herzlichsten Glückwünsche an alle Jesiden in Berlin, in Deutschland und weltweit anlässlich des jesidischen Fastenfestes (Êda Roşîya). Möge dieses Fest Frieden, Hoffnung und Zuversicht bringen und den Weg zu einer gerechteren und würdevolleren Zukunft für das jesidische Volk ebnen. Êda Roşîya pîroz û bi xweşî be Wir wünschen allen Jesiden ein gesegnetes und friedvolles Fest.

Êzîdxan Schule

Würdigung der Arbeit der religiösen Schule Êzîdxan Die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. würdigt in hohem Maße die gesegneten und wertvollen Bemühungen der religiösen Schule Êzîdxan bei der Bildung jesidischer Kinder sowie bei der Bewahrung ihrer religiösen und kulturellen Identität. Die Schule leistet einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der Verbindung der Kinder mit ihrer jahrtausendealten Geschichte und den humanistischen, von Toleranz und Menschlichkeit geprägten Werten des jesidischen Glaubens. Im Rahmen der schulischen Aktivitäten fand am gestrigen Tag eine besondere Veranstaltung statt, bei der den teilnehmenden Kindern anlässlich des jesidischen Fastenfestes (Êzîdîya Roşî / Êda Êzî) traditionelle jesidische Trachten überreicht wurden. Diese symbolträchtige Geste trägt wesentlich dazu bei, das Zugehörigkeitsgefühl sowie den Stolz auf die jesidische Identität bei den heranwachsenden Generationen zu stärken und sie eng mit ihren kulturellen und religiösen Wurzeln zu verbinden. Die Ziele der religiösen Schule Êzîdxan beschränken sich nicht allein auf die religiöse Unterweisung, sondern umfassen unter anderem: die Vermittlung fundierter Kenntnisse über die Geschichte der Jesiden sowie über ihr religiöses und kulturelles Erbe, die Verankerung von Werten wie Toleranz, friedlichem Zusammenleben und gegenseitigem Respekt, die zentrale Bestandteile des jesidischen Glaubens sind, den Schutz der jungen Generation vor Identitätsverlust und kultureller Entfremdung, die Unterstützung jesidischer Kinder bei einer positiven Integration in die deutsche Gesellschaft – oder in jede Gesellschaft, in der sie leben – unter gleichzeitiger Wahrung ihrer kulturellen und religiösen Besonderheiten, den Aufbau von Brücken des Verständnisses zwischen der jesidischen Kultur und anderen Kulturen sowie die Förderung von Vielfalt und gegenseitigem Respekt. Die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. spricht der Leitung der religiösen Schule Êzîdxan, allen Lehrkräften, Ehrenamtlichen und Unterstützerinnen und Unterstützern ihren aufrichtigen Dank und ihre hohe Anerkennung aus. Ihr unermüdlicher Einsatz für die jesidischen Kinder sowie ihr kontinuierliches Engagement bei der Erziehung einer Generation, die sich ihrer Identität bewusst ist, offen gegenüber ihrer Umgebung bleibt und fest an ihren ethischen und humanistischen Werten orientiert ist, verdienen höchste Wertschätzung.

Besuch einer Delegation der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. bei der Botschaft der Hellenischen Republik

Eine Delegation der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. stattete der Botschaft der Hellenischen Republik in der Hauptstadt Berlin einen offiziellen Besuch ab. Im Rahmen dieses Treffens überreichte die Delegation ein umfassend dokumentiertes Dossier mit Informationen und Belegen über den Völkermord, dem das jesidische Volk am 3. August 2014 ausgesetzt war.
Ziel dieses Besuches war es, das Dossier an die Regierung und das Parlament der Hellenischen Republik weiterzuleiten und diese aufzufordern, die an den Jesiden begangenen Verbrechen als Völkermord anzuerkennen in Anlehnung an jene Staaten, die diesen wichtigen humanitären Schritt bereits vollzogen haben. Darüber hinaus betonte die Delegation die Notwendigkeit, der aktuellen Lage der Jesiden besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Sie forderte, die jesidische Gemeinschaft von neuen politischen oder administrativen Entscheidungen, die ihre Situation zusätzlich belasten könnten, auszunehmen und sie angesichts ihres fortwährenden Leids seit dieser humanitären Katastrophe besonders zu schützen und zu unterstützen.
Seinerseits begrüßte Seine Exzellenz der Botschafter die Anliegen der Delegation in positiver und aufgeschlossener Weise und versicherte, diese mit größter Sorgfalt, Transparenz und Verantwortung an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.
Zum Abschluss des Treffens brachte die Delegation ihren tiefen Dank gegenüber der Regierung und dem Volk Griechenlands zum Ausdruck. Sie würdigte deren humanitäre und solidarische Haltung bei der Aufnahme der jesidischen Gemeinschaft und betonte, dass solche Positionen Hoffnung in den Herzen jener Menschen wecken, die großes Leid erfahren haben und weiterhin auf Gerechtigkeit warten.
Das Gedenken an den 3. August bleibt lebendig Anerkennung ist ein Recht und eine Frage der Gerechtigkeit.

Delegation der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. trifft Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Herrn Danny Freymark (CDU)

Eine Delegation des Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., unter Leitung des Geschäftsführers Herrn Naji Haji und mit Beteiligung des Mitglieds Asud Mako, traf sich mit Herrn Danny Freymark, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die CDU. Im Rahmen des Treffens wurden mehrere wichtige Themen besprochen, die die jesidische Gemeinschaft betreffen, insbesondere: Die Situation der Jesiden in Berlin und Deutschland allgemein sowie Wege zur Förderung ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft. Die Bitte der Delegation um Unterstützung der Jesiden durch die Partei, insbesondere im Hinblick auf die Verhinderung von Abschiebungen aus Deutschland und die Sicherstellung eines sicheren und stabilen Aufenthalts. Diskussion über die Lage der Jesiden im Irak und die Feststellung, dass sich die Situation trotz 11 Jahren seit dem Völkermord nicht verbessert hat, trotz Milliarden von Euro, die von Deutschland und anderen Staaten zur Unterstützung des Wiederaufbaus und Schutzes der jesidischen Gemeinschaft bereitgestellt wurden. Bezüglich der Abschiebung von Jesiden von Deutschland in den Irak erklärte Herr Danny Freymark, dass betroffene jesidische Familien Anträge beim Petitionsausschuss stellen können, und betonte, dass ihre Fälle sorgfältig verfolgt und unterstützt werden sollen, soweit dies möglich ist. Das Treffen endete mit der Betonung der Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen deutschen Institutionen und der jesidischen Gemeinschaft, um deren Rechte zu sichern, ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern und ihre humanitären Interessen zu schützen.

Stellungnahme der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V.

Die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. bringt ihre scharfe Verurteilung und ihr entschiedenes Missfallen gegenüber dem kürzlich erfolgten Besuch der deutschen Botschaft in Bagdad zum Ausdruck, an dem eine Person teilnahm, die sich selbst als „Prinz“ bezeichnete, begleitet von mehreren Personen – ohne jegliche Bevollmächtigung oder legitime Vertretung der jesidischen Gemeinschaft. Die Vereinigung stellt unmissverständlich klar, dass weder diese Person noch ihre Begleitpersonen die Jesiden religiös, gesellschaftlich oder politisch vertreten und keinerlei Legitimität oder Mandat von den Angehörigen der jesidischen Gemeinschaft im Irak oder in der Diaspora besitzen. Der Anspruch, die Jesiden in diplomatischen oder politischen Foren zu vertreten, ohne Rücksprache mit unabhängigen jesidischen Institutionen und Organisationen zu halten, ist inakzeptabel und stellt einen klaren Missbrauch dar. Dies bedeutet zugleich den Versuch, die Sache eines Volkes zu instrumentalisieren, das Völkermord, Vertreibung und schweres Leid erfahren hat. Die Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. lehnt zudem entschieden jeglichen Versuch ab, das Leid der Jesiden – insbesondere das Thema der Rückkehr jesidischer Geflüchteter aus Deutschland – als politisches oder propagandistisches Mittel durch Einzelpersonen oder Gruppierungen zu nutzen, die weder den tatsächlichen Willen der Gemeinschaft noch die Stimme der Opfer und Überlebenden widerspiegeln. Jegliche Diskussion über die Zukunft der Jesiden sowie über ihr Recht auf Rückkehr in ihre Herkunftsgebiete muss ausschließlich über ihre legitimen Vertreter und unabhängigen zivilgesellschaftlichen Organisationen geführt werden. Die Vereinigung ruft die diplomatischen Stellen, allen voran die deutsche Botschaft, dazu auf, bei Kontakten mit Personen, die vorgeben, die Jesiden zu vertreten, größte Sorgfalt und Zurückhaltung walten zu lassen und den Dialog mit bekannten, aktiven und glaubwürdigen jesidischen Institutionen zu suchen, die transparent und unabhängig arbeiten und die Anliegen der jesidischen Gemeinschaft fernab persönlicher oder politischer Interessen vertreten. Die Würde der Jesiden sowie das Blut der Opfer des Völkermordes dürfen weder instrumentalisiert noch durch falsche Repräsentation missbraucht werden.

Delegation der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. trifft Mitglied des Deutschen Bundestages, Herrn Max Lucks

Heute 02.08.2025 traf eine Delegation der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. auf Herrn Max Lucks, Mitglied des Deutschen Bundestages, im Rahmen einer Reihe regelmäßiger Treffen, die darauf abzielen, den Dialog zwischen der jesidischen Gemeinschaft und deutschen Institutionen zu stärken, um ihre Rechte zu unterstützen und zu schützen. Während des Treffens erörterten beide Seiten verschiedene Pläne und Initiativen, die darauf abzielen, die Abschiebung von Jesiden aus Deutschland zu verhindern und ihre rechtliche sowie soziale Stabilität im Land sicherzustellen. Darüber hinaus wurden zukünftige Projekte besprochen, die sich mit der Situation der Jesiden in Shingal und im Irak befassen, mit dem Ziel, den Wiederaufbau zu fördern, die Rechte der Überlebenden zu schützen und das internationale Bewusstsein für die humanitären und sozialen Anliegen der Jesiden zu stärken. Im Anschluss an das offizielle Treffen nahm die Delegation gemeinsam mit Herrn Max Lucks an einer Kerzenzeremonie teil und hielt eine Schweigeminute zu Ehren der Opfer des Völkermords, der von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ an den Jesiden verübt wurde – ein klares Zeichen des Gedenkens und der Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft, eine Wiederholung dieser Tragödie zu verhindern. Abschließend betonte die Delegation die Bedeutung der fortgesetzten Kommunikation und Koordination mit den deutschen Entscheidungsträgern, um sicherzustellen, dass die jesidische Gemeinschaft umfassende Unterstützung im Bereich rechtlicher und sozialer Schutzmaßnahmen erhält und gleichzeitig ihre religiöse und kulturelle Identität bewahrt sowie ihre Rechte im Irak und darüber hinaus gestärkt werden.

Der Geschäftsführer der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. hielt im Rahmen der jesidischen Konsultativkonferenz in Deutschland eine Rede, in der er zentrale Fragen zur gegenwärtigen Situation und zur Zukunft der jesidischen Gemeinschaft thematisierte

In seiner Ansprache richtete Herr Haji, Geschäftsführer der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., eine klare und transparente Botschaft an jene Kreise, die versuchen, im neunten Monat eine Konferenz zu organisieren, obwohl diese Akteure von der jesidischen Gemeinschaft geschlossen und eindeutig abgelehnt werden. Herr Haji stellte die berechtigte Frage, wie Personen, die dem jesidischen Volk in seinen dunkelsten Stunden – während Vertreibung und Völkermord – nicht zur Seite standen, sich das Recht anmaßen können, über das Schicksal der Jesidinnen und Jesiden zu entscheiden oder an seit jeher bestehenden jesidischen Grundsätzen und religiösen Normen zu rütteln. Er betonte die Notwendigkeit, dass die Jesidinnen und Jesiden selbst die Initiative ergreifen und verantwortungsvolle sowie wirksame Konferenzen organisieren, anstatt sich ausschließlich auf die Ablehnung fremder Aktivitäten zu beschränken. Der Fokus müsse auf dem Aufbau einer gemeinsamen Zukunft und auf den zentralen Anliegen der Gemeinschaft liegen – nicht lediglich auf reaktiven Stellungnahmen. Wörtlich sagte er: „In den Momenten von Flucht und Völkermord war keiner von ihnen da, der unseren Kindern ein Stück Brot oder eine Flasche Wasser gebracht hätte.“ Abschließend unterstrich Herr Haji die klare Haltung, alle jene abzulehnen, die nie Teil des Leids der jesidischen Gemeinschaft waren und keinerlei moralische oder gesellschaftliche Legitimation besitzen, die Zukunft der Jesidinnen und Jesiden zu gestalten oder in ihrem Namen zu sprechen.

Der Vertreter der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., Herr Mako, traf sich mit einem Mitglied des Europäischen Parlaments

Am heutigen Freitag, dem 2. Mai 2025, traf eine gemeinsame Delegation der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. sowie eine Delegation der Ezideu-Gruppe mit Frau Gabriele Bischoff, Mitglied des Europäischen Parlaments (EP) und führende Politikerin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), zusammen. Im Rahmen des Treffens wurden die zentralen Anliegen der jesidischen Bürgerinnen und Bürger erörtert sowie Wege zur Bewältigung der bestehenden Herausforderungen und Hindernisse für die Zukunft des jesidischen Volkes diskutiert – sowohl im Herkunftsland Irak als auch im neuen Lebensmittelpunkt, der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Unterstützung durch das Europäische Parlament hervorgehoben, um die jesidische Sache voranzubringen, die vollständigen und legitimen Rechte der Angehörigen der jesidischen Religionsgemeinschaft zu verwirklichen und die Folgen des Völkermordes, der vom sogenannten „Islamischen Staat“ (IS/ISIS) begangen wurde, aufzuarbeiten. Zudem wurde die Notwendigkeit betont, nachhaltige Strukturen und Garantien zu schaffen, um die Wiederholung weiterer Völkermordverbrechen gegen die Jesidinnen und Jesiden künftig zu verhindern. Das Treffen verlief in einer positiven Atmosphäre, wobei die Fortsetzung solcher Gespräche und die Intensivierung der Zusammenarbeit für die Zukunft ausdrücklich bekräftigt wurden.

Unterstützung und Schutz der Jesiden: Gespräch mit Frau Sprecherbach in Berlin

Am 11. April 2025 fand in der deutschen Hauptstadt Berlin ein wichtiges Treffen mit Frau Sprecherbach, Mitglied des Europäischen Parlaments, statt. An dem Treffen nahmen der Geschäftsführer Herr Haji und Mitglieder des Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. teil. Dabei wurden die aktuelle Lage der Jesidinnen und Jesiden in Deutschland und insbesondere im Irak besprochen. Während des Treffens wurden eine Reihe von wichtigen Themen behandelt, die die jesidische Gemeinschaft betreffen, insbesondere die Bedrohung Tausender Jesiden in Deutschland durch mögliche Abschiebungen. Nach vorliegenden Informationen sind etwa 30.000 Geflüchtete aus verschiedenen Regionen des Irak, darunter eine große Zahl von Jesiden, von einer möglichen Rückführung nach Bagdad oder Erbil betroffen. Es wurde ein genaues Bild der besorgniserregenden Lage im Irak und in der Region Kurdistan vermittelt, mit Schwerpunkt auf der Region Shingal, die weiterhin unter den Folgen des Völkermordes durch den sogenannten „Islamischen Staat“ (ISIS/IS) leidet. Die Region befindet sich in einer schwierigen Sicherheitslage und es mangelt weiterhin an grundlegender Stabilität und Infrastruktur. Viele Jesidinnen und Jesiden leben in Flüchtlingslagern unter extrem schwierigen humanitären Bedingungen, und die irakische Regierung verfügt über keinen klaren Plan für eine sichere Rückkehr in ihre Heimatregionen. Es wurde betont, dass eine Abschiebung von Jesiden aus Deutschland unter diese Bedingungen nicht nur unmöglich, sondern eine ernsthafte Bedrohung für ihr Leben darstellt. Darüber hinaus wurde die umfangreiche Unterstützung Deutschlands für die Jesiden hervorgehoben, wobei auf die Notwendigkeit hingewiesen wurde, diese Unterstützung weiter auszubauen, um den humanitären und entwicklungsbezogenen Bedürfnissen in Shingal gerecht zu werden.

Fortgesetzte Proteste in Berlin gegen die Abschiebung von Jesiden nach Irak

In der deutschen Hauptstadt Berlin dauern die Proteste der Jesidinnen und Jesiden nun bereits am dritten Tag an. Sie werden von der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Ezideu-Gruppe organisiert und erfahren breite Unterstützung aus der jesidischen Gemeinschaft. Die Demonstranten zielen darauf ab, Druck auf die deutschen Behörden auszuüben, um die Abschiebung von Jesiden nach Irak zu verhindern, angesichts der Gefahren, denen sie dort ausgesetzt wären. Frühere Proteste und Hungerstreiks Im Oktober 2023 organisierten irakische Jesiden Proteste vor dem Deutschen Bundestag, die zwei Wochen andauerten. Dabei kam es zu Hungerstreiks, an denen mehrere Teilnehmer teilnahmen, von denen sieben ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Diese Aktionen erfolgten vor dem Hintergrund zunehmender Besorgnis über mögliche Abschiebungen, obwohl der Deutsche Bundestag im Januar 2023 die Verbrechen des sogenannten ISIS an den Jesiden als Völkermord anerkannt hatte. Lokale Maßnahmen zum Schutz der Jesiden Im Dezember 2023 erließ das Bundesland Nordrhein-Westfalen ein Verbot der Abschiebung jesidischer Frauen und Kinder aufgrund der prekären Lage im Norden des Irak. Die Flüchtlingsministerin des Landes, Josefine Paul, forderte die Bundesregierung auf, ähnliche Schritte zum Schutz dieser Bevölkerungsgruppe zu unternehmen. Kritik und Forderungen nach einem Abschiebestopp Trotz der Tatsache, dass Deutschland die größte jesidische Gemeinschaft der Welt beherbergt, sind viele weiterhin von Abschiebungen bedroht. Diese Politik hat Kritik von Politikern und Menschenrechtsorganisationen ausgelöst, die die Bundesregierung auffordern, die Abschiebungen zu stoppen und den Schutz der Jesiden innerhalb Deutschlands sicherzustellen. Fortsetzung des jesidischen Engagements Die laufenden Demonstrationen zeigen das Engagement der jesidischen Gemeinschaft und ihrer Unterstützer für die Rechte der Jesiden und deren Sicherheit angesichts der aktuellen Herausforderungen. Die Teilnehmer hoffen, dass die deutsche Regierung auf ihre Forderungen reagiert und unverzüglich Maßnahmen ergreift, um die Jesiden vor einer Zwangsabschiebung in den Irak zu schützen.

Glückwünsche und Segenswünsche an die neue Verwaltung der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V.

Anlässlich des Abschlusses der Wahlen am 16. Februar 2025 möchten wir der neuen Verwaltung der Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V. unsere herzlichsten Glückwünsche aussprechen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren zukünftigen Aufgaben und hoffen, dass Sie den erfolgreichen Weg fortsetzen, um der jesidischen Gemeinschaft zu dienen, die Kultur zu fördern und den Austausch innerhalb der Gemeinschaft zu stärken. Gleichzeitig danken und würdigen wir die bisherige Verwaltung für ihre großen Bemühungen und ihre unermüdliche Arbeit in den vergangenen zwei Jahren. Möge Gott alle auf ihrem Weg zum Wohle der Gemeinschaft leiten und unterstützen.

Treffen von Herrn Aswad, Direktor der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., mit dem Bürgermeister von Lichtenberg.

Am Morgen des 18.12.2024 traf Herr Aswad, der Vorsitzende der Jesidischen Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., mit Herrn Martin Schaefer, dem Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg, zusammen. Dieses Treffen stellte eine wichtige Gelegenheit dar, um zentrale Themen zu erörtern, die die Situation der jesidischen Gemeinschaft in Deutschland allgemein und in Berlin im Besonderen betreffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen unter anderem der Erhalt der jesidischen Kultur und Identität, die Förderung einer erfolgreichen Integration in die deutsche Gesellschaft sowie die Herausforderungen, mit denen die jesidische Gemeinschaft im sozialen und kulturellen Alltag konfrontiert ist. In Deutschland gilt die kulturelle und gesellschaftliche Integration als ein zentrales Anliegen für migrantische Gemeinschaften, insbesondere für Bevölkerungsgruppen mit einer eigenständigen religiösen und kulturellen Tradition wie die Jesidinnen und Jesiden. Diskutiert wurde dabei die Notwendigkeit, ein bewusstes Gleichgewicht zwischen dem Bewahren der eigenen kulturellen Identität und der aktiven Teilhabe an der neuen Gesellschaft zu finden.

Die Jesidische Kultur- und Gemeinschaft Berlin e.V. spricht dem deutschen Volk und der Bundesregierung ihr tief empfundenes Beileid zu dem schrecklichen Terroranschlag in der Stadt Solingen im Bundesland Nordrhein-Westfalen aus. Am Freitagabend verlor das deutsche Volk unschuldige Menschenleben bei diesem tragischen Ereignis. Wie die deutsche Polizei am Sonntag mitteilte, stellte sich ein Mann syrischer Staatsangehörigkeit und gestand, bei einem Messerangriff während eines Straßenfestes drei Menschen getötet und acht weitere verletzt zu haben. Dieser grausame Vorfall stellt eine schmerzliche menschliche Tragödie dar. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer sowie bei der deutschen Gesellschaft, die diese schwere Zeit durchlebt. Wir wünschen den unschuldigen Opfern Barmherzigkeit und den Angehörigen Kraft, Geduld und Trost, sowie den Verletzten eine schnelle Genesung. Solche Taten erschüttern uns zutiefst. Unser besonderer Dank gilt der deutschen Polizei für ihren mutigen Einsatz und ihre großen Bemühungen zur Gewährleistung der Sicherheit.

Die Jesidische Kultur- und Gemeinschaft Berlin e.V. spricht den Opfern des terroristischen Anschlags in der Stadt Solingen ihr tief empfundenes Beileid aus.

Über uns

Unterstützung der jesidischen Kultur und Gemeinschaft in Berlin durch Initiativen zur Erhaltung des kulturellen Erbes und zur sozialen Integration.

Kulturelle Unterstützungsdienste

Stärkung der jesidischen Gemeinschaft durch Initiativen zum Kulturerhalt und zur sozialen Integration.

Community-Engagement-Programme

Förderung der Einheit und Beteiligung innerhalb der jesidischen Gemeinschaft durch verschiedene Aktivitäten.

Kulturerbe-Projekte

Bewahrung jesidischer Traditionen und Geschichte durch Bildungs- und Kulturinitiativen.

Eintreten für Rechte

Verteidigung der kulturellen Identität und Rechte der Jesiden in der heutigen Gesellschaft.

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Unsere Projekte

Unterstützung der jesidischen Gemeinschaft durch kulturelle und soziale Initiativen.

Kulturerhaltung

Wir führen Projekte durch, um das Erbe, die Geschichte und die Traditionen der Jesiden zu bewahren und sicherzustellen, dass sie angesichts der aktuellen Herausforderungen gedeihen, und um eine starke kulturelle Identität innerhalb der Gemeinschaft zu fördern.

Community-Unterstützung

Unsere Initiativen konzentrieren sich auf die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die Förderung der Integration und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft, um die jesidische Gemeinschaft in Berlin und Deutschland zu stärken.

Galerie

Entdecken Sie das kulturelle Erbe und den Gemeinschaftsstolz anhand unserer Bilder.